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Highlights der Watches & Wonders, Teil 2

Noch bis morgen läuft die Watches & Wonders in Genf. Wir zeigen Ihnen weitere Highlights von Marken wie Panerai, Parmigiani Fleurier, IWC, Hermès oder Zenith und blicken zurück: Wie war die Stimmung bei der ersten Watches & Wonders als physischem Event?

Die Watches & Wonders hieß bekanntlich bis 2019 noch Salon International de la Haute Horlogerie, kurz SIHH. Nach der Corona-bedingten Absage 2020 hatte die Watches & Wonders 2021 als nur als digitale Veranstaltung stattgefunden. Dieses Jahr feierte sie nun die Premiere als physisches Event, wobei: Die Gäste aus Asien und auch aus Russland blieben dieses Jahr fern. Die Messe setzte deshalb weiter auf einen starken digitalen Anteil mit Morning Shows, Talks usw. Es waren spürbar weniger Gäste als bei früheren Veranstaltungen unterwegs, die Stimmung der Besucher vor Ort war jedoch gelöst: Endlich wieder gemeinsam die Neuheiten feiern!

Sie erwartete einerseits das gewohnte Ambiente: Gediegene Teppichböden und mit einheitlichen Fassaden gestaltete Messestände in der Halle der bisherigen SIHH-Aussteller. Zu denen zählen seit jeher die Richemont-Marken von A. Lange & Söhne über IWC und Cartier bis hin zu Roger Dubuis sowie weitere Namen wie Hermès und Parmigiani. Ebenfalls bereits bekannt war das „Carrée des Horlogers“ mit unabhängigen, innovativen Marken wie H. Moser & Cie., Czapek und Ferdinand Berthoud.

 

Neu war in diesem Jahr eine separate Halle, die unmissverständlich an die Baselworld erinnerte. Denn dort fanden sich die ehemals prominentesten Aussteller der Baselworld: Rolex, Patek Philippe und Chopard sowie Hublot, TAG Heuer, Grand Seiko und Chanel – fast alle vertreten mit ihren Messeständen aus Basel. Von diesen Marken hörte man viel Positives über den Umzug. Insbesondere Marken, die ihren Hauptsitz in und um Genf haben – etwa Rolex, Chopard und Hublot – äußerten sich positiv zum neuen Standort.

Bilanz ziehen lässt sich aber erst nach der Messe: Am Dienstag, den 5. April, schließt die Watches & Wonders ihre Türen. Im nächsten Jahr, so munkelt man, werde der Kreis der Aussteller weiter vergrößert.

Bis dahin widmen wir uns aber noch den Highlights der aktuellen Watches & Wonders:

 

Hermès: Rund um die Welt

Die Luxusmarke gibt sich in Sachen Uhren ebenso exklusiv wie in ihrer gesamten Produktwelt und hat sich zum ernstzunehmenden Uhrenhersteller mit Sinn für mechanische Finessen entwickelt. Dafür steht nun eine weitere Neuentwicklung: „Arceau Le temps voyageur“ mit einer einzigartigen Interpretation der Weltzeit. Ein Zifferblatt für Stunden und Minuten bewegt sich wie ein Satellit außen um das Zifferblatt; dort ist die Zeit einer zweiten Zeitzone abzulesen, deren Hauptstadt mit einem kleinen roten Zeiger auf einem Ring rund um das Zifferblatt markiert ist. Auf diesem Ring finden sich die Städtenamen der verschiedenen Zeitzonen. Die Heimatzeit wird in einem Fenster bei 12 Uhr dargestellt. Möglich wird dies durch ein Automatikwerk mit neu konstruiertem Modul. Dieses ist in einem Gehäuse aus Platin, Titan oder Edelstahl untergebracht; das Zifferblatt ist wahlweise in Blau oder Schwarz gestaltet.

 

Parmigiani Fleurier: Zeit neu gedacht

Schlicht und dezent: „Tonda PF GMT Rattrapante“ ist ein klassischer Repräsentant der Manufaktur und bietet eine „Split-GMT-Funktion“ – zwei Stundenzeiger liegen unauffällig übereinander. Erst bei Betätigung eines Drückers an der Gehäuseseite trennen sich ihre Wege: Der eine bleibt auf der Heimatzeit stehen, der andere begibt sich in Stundenschritten zur Ortszeit der aktuellen Destination. Nach der Heimreise rücken die beiden Zeiger nach Betätigung des Drückers wieder zusammen – wie bei einem Schleppzeiger-Chronographen. So wurde die GMT-Funktion noch nie realisiert – daher ist die feine „Tonda PF GMT Rattrapante“ mit ihrem Edelstahlgehäuse und dem Automatikwerk eine Weltpremiere.

 

Grand Seiko: Feine Uhrmacherkunst

Grand Seiko genießt unter Kennern einen ausgezeichneten Ruf und wird diesem mit einer Neuheit auf höchstem Niveau gerecht: Bei Watches & Wonders präsentierte die japanische Marke ihre erste mechanische Komplikation, das „Kodo Constant-Force Tourbillon“. Das skelettierte Uhrwerk mit technischer Ausstrahlung verbindet ein Tourbillon mit einem Konstantkraft-Mechanismus – angeordnet auf einer Achse. Kurz gesagt sorgt der Konstantkraft-Mechanismus dafür, dass die Übertragung des Drehmoments auf die Hemmung kontinuierlich stattfindet, während das Tourbillon negative Auswirkungen der Schwerkraft verhindert. Das anspruchsvolle Handaufzugswerk ist in einem Gehäuse aus Platin und Titan untergebracht. Das Modell ist auf 20 Stück limitiert.

 

Roger Dubuis: Feierliche Runde

Die Neuheit „Knights of the Round Table Monotourbillon/X“ ist nicht nur ein feiner Vertreter der Haute Horlogerie sondern auch ein Meisterwerk der Bildhauerkunst. Rund um das Zifferblatt befinden sich die zwölf Ritter der Tafelrunde – jeder einzelne als aufwändige kleine Skulptur gestaltet. Sie gruppieren sich rund um eine „Tafel“ aus farbigen Murano-Glasblöcken, in deren Mitte das Tourbillon des mechanischen Uhrwerks rotiert. Die neue Uhr mit einem Rotgoldgehäuse ist so aufwändig zu fertigen, dass nur acht Exemplare hergestellt werden. Und diese sind so begehrt, dass die Auflage bereits ausverkauft ist.

 

Vacheron Constantin: Trendsetter

Über diese Uhr wurde gesprochen: Die „222“ von Vacheron Constantin war eines der Talking Pieces der Watches & Wonders. Denn die Neuauflage der Siebziger-Jahre-Ikone machte mit ihrer Ausführung ganz in Gelbgold sowie der feinen Abstimmung der Linien und Oberflächen von sich reden. Gehäuse und Armband gehen geschmeidig ineinander über und bilden eine faszinierende Einheit. Ganz im Sinne der Tradition misst das Gehäuse im Durchmesser 37 Millimeter; es birgt ein Automatikwerk der Manufaktur, das sich durch den offenen Gehäuseboden zeigt.

 

Jaeger-LeCoultre: Sonne, Mond und Sterne

Die Manufaktur ist für ihre sportlichen und eleganten Uhren sowie für ihre zahlreichen mechanischen Uhrwerke bekannt. Ein weiterer Klassiker der Manufaktur ist die Atmos – eine 1928 kreierte Tischuhr. Deren Prinzip ist faszinierend: Die Mechanik der Anzeige bezieht ihre Energie einzig und allein aus Veränderungen der Lufttemperatur. Eine Abweichung von nur einem Grad etwa zwischen Tag und Nacht ist dafür bereits ausreichend. Nun präsentiert Jaeger-LeCoultre mit der „Atmos Hybris Mechanica Calibre 590“ ein Objekt, in dessen Mittelpunkt das Sonnensystem steht. Das Modell stellt die Zyklen von Erde, Sonne und Mond dar – mit beeindruckender Präzision, in Echtzeit und 3D. So entstand die bislang komplexeste Atmos der Manufaktur.

 

Panerai: Zeit entdecken

Wer die Neuheit „Luminor Goldtech Calendario Perpetuo“ von Panerai kauft, erwirbt damit auch ein Erlebnis der Zeit: Besitzer der komplizierten Uhr reisen nach Florenz zu Panerai. Dieses Konzept – die Verbindung von Uhrenkauf mit dem Anspruch auf einzigartige Erlebnisse – hat die Marke schon mehrfach realisiert. Nun geht es erstmals um eine anspruchsvolle Komplikation, denn das Modell bietet einen Ewigen Kalender, untergebracht in einem typischen Panerai-Gehäuse aus „Goldtech“ – so wird die Legierung aus Gold und Platin genannt. Für die Anzeige von Tag, Monat, Jahr, Schaltjahr und GMT ist ein im eigenen Hause konstruiertes Automatikwerk zuständig.

 

Zenith: Aufgefrischt

Die Schweizer Manufaktur hat ihre Kollektion „Chronomaster Open“ neu gestaltet. Die Ausrüstung mit dem jüngsten Automatikkaliber „El Primero 3600“ mit Zehntelsekunden-Chronographenfunktion ist Anlass auch für optische Neuerungen: Nun ist die „Chronomaster Open“ mit dreifarbigem Zifferblatt erhältlich. Dieser Look ist das seit Einführung der „El Primero“ vor über 50 Jahren ein Kennzeichen von Zenith-Chronographen. Getreu dem Konzept der Linie bietet das Zifferblatt den Blick auf die mit hoher Frequenz arbeitende Hemmung. Weitere Details der Neuheit: Ein 39,5 Millimeter großes Edelstahlgehäuse, das an einem Edelstahl- oder Kautschukarmband getragen wird.

 

Montblanc: Auf Reisen

Eine alltagstaugliche Sportuhr für Kosmopoliten: „1858 GMT Automatic Date“ bietet die gelungene Darstellung einer zweiten Zeitzone durch ein rotes Quadrat, das sich rund um das Zifferblatt bewegt. Es markiert die Zeit einer anderen Destination auf der 24-Stunden-Lünette aus eloxiertem Aluminium, angetrieben von einem Automatikwerk. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist mit blauem oder schwarzem Zifferblatt erhältlich und wird an einem Edelstahl- oder einem Kautschukarmband getragen.

 

Baume & Mercier: Klassik neu interpretiert

Im Design konstant bleiben und sich dennoch zeitgemäß geben – das ist eine Kunst, die nur wenige Uhrenmarken beherrschen. Baume & Mercier ist zweifellos eine von ihnen. Das zeigt unter anderem der Erfolg der im letzten Jahr neu aufgelegten „Riviera“ sowie Klassiker wie „Hamilton“. Nicht nur deren Kollektionen werden nun erweitert. Auch die Linie „Classima“ bietet neue Modelle. Die runde Uhr mit den harmonisch ausbalancierten Proportionen wurde 2004 erstmals vorgestellt. Nun gibt es neue Material- und Farbkombinationen: Drei neue Automatikmodelle haben ihren Auftritt in Farben wie Khaki, Schiefer und Silber. Blickfang ist ein Modell in Bordeaux und Blau – im „City Look“, wie es bei Baume & Mercier heißt. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse wird an einem Textilband getragen und kann dank eines Schnellwechselsystems getauscht werden.

 

IWC: Frische Farben

Mit Keramikgehäusen in ungewohnten Farben wie Beige, Grün und Weiß macht IWC bei der Watches & Wonders auf sich aufmerksam. Charmant: Die Farbtöne hat sich die Uhrenmanufaktur von Pantone schützen lassen, sodass diese nun nach IWC benannt sind. Das Weiß des „Pilot’s Watch Chronograph TOP GUN” trägt also nun den offiziellen Namen „IWC Lake Tahoe“. Das 44,5 Millimeter große Gehäuse in Weiß macht die Uhr zum Blickfang. Im Inneren arbeitet ein automatisches IWC-Manufakturwerk. Das Modell ist auf 1000 Stück limitiert.

 

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