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Umsatzeinbruch im Weihnachtsgeschäft

Ausgerechnet im für das Gesamtergebnis wichtigen Weihnachtsgeschäft ging dem deutschen Einzelhandel die Puste aus. Die Umsätze brachen laut dem Statistischen Bundesamt Destatis im Dezember nominal um 4,8 und preisbereinigt um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat ein. Grund der eingetrübten Festlaune waren die massiven Reallohnverluste infolge der hohen Inflation.

Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2021 sank der Umsatz real um 6,4 Prozent, stieg allerdings nominal um 4,2 Prozent. Gegenüber Dezember 2019, dem Vergleichsmonat vor der Coronakrise, sank der reale Umsatz um 1,9 Prozent. Auch der Umsatz im Internet- und Versandhandel verzeichnete im Dezember 2022 ein reales, kalender- und saisonbereinigtes Umsatzminus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat sowie von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Umsätze liegen in dieser Branche mit einem Plus von 18,7 Prozent jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau vom Dezember 2019.

Für das Gesamtjahr sieht die Bilanz gleichfalls bescheiden aus: Preisbereinigt wurde 0,6 Prozent weniger und nominal 7,8 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr – die Inflation frisst alle Zugewinne auf. Vor allem das zweite Halbjahr lief für den Handel schlecht. Während die realen Umsätze im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 noch um 3,1 Prozent stiegen, waren sie in der zweiten Jahreshälfte mit einem Minus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich rückläufig. Ursächlich für den realen Umsatzeinbruch im Jahr 2022 dürften in erster Linie die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise unter anderem für Lebensmittel und Energie sein. Zudem hatte der deutsche Einzelhandel im Jahr 2021 noch einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Die realen Umsätze im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen hingegen zum Vorjahr um 2,0 Prozent. Damit erzielte der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln den bisher höchsten Jahresumsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Verglichen mit 2019 betrug das Umsatzplus sogar 8,8 Prozent. Auch Juweliere und Goldschmiede berichteten über Rekordumsätze.

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