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Umsatz von Wempe weiter auf hohem Niveau

Gute Nachrichten aus Hamburg: Der deutsche Markt bleibt für Wempe stabil, die Zahl der Mitarbeiter steigt – und der Schmuckumsatz legt rasant zu.

Im Geschäftsjahr 2023 erreichte Wempe nahezu den Rekordumsatz aus dem Vorjahr, teilte das Hamburger Familienunternehmen mit. Zwar sind die Umsätze 2023 nominell um 4,8 Prozent auf 652,3 Millionen Euro gesunken. Der deutsche Markt erwies sich aber mit einem nur leichten Umsatzrückgang von 1,4 Prozent als sehr stabil. Für das Ausland bilanziert Wempe hingegen ein Umsatz-Minus von 17,3 Prozent, was hauptsächlich mit der Schließung der Niederlassung in London im März 2023 zusammenhängt.

2024 startete für Wempe nach eigenen Angaben ebenfalls positiv. „Im ersten Halbjahr 2024 verzeichnen wir wie geplant ein leichtes Umsatzplus“, sagte die Inhaberin und geschäftsführende Gesellschafterin Kim-Eva Wempe (61). Der Umsatz mit Schmuck legte demnach um fast 20 Prozent zu, obwohl sich der Durchschnittswert der verkauften Schmuckstücke von 3.440 Euro auf 3.251 Euro (minus 5,49 Prozent) verringerte. Die Umsatzsteigerung gelang also durch höhere Stückzahlen. Für das laufende Jahr rechnet Wempe konzernweit mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Bereich.

Weitere interessante Zahlen des Berichts: Der Umsatz je Mitarbeitenden fiel 2023 gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent auf 836.000 Euro, der Umsatz je Quadratmeter um 1,7 Prozent auf 87.000 Euro. Auf Uhren entfällt mit 82,3 Prozent (2022: 81,3 Prozent) der größte Anteil des Wempe-Umsatzes. Der durchschnittliche Preis pro verkaufter Uhr erhöhte sich 2ß23 von 10.819 Euro auf 11.367 Euro (plus 5,07 Prozent).

Persönliche Beratung wird ausgebaut

Die persönliche Beratung bleibe ein entscheidender Erfolgsfaktor, unterstrich Kim-Eva Wempe: „Für die Branche mit Uhren und Schmuck spielt der stationäre Einzelhandel mit seinen Beratungs- und Serviceleistungen weiterhin die wichtigste Rolle.“. Das gelte auch für die Kundinnen und Kunden der Zukunft (Millennials und Gen Z), die ein neues Verständnis von Luxus haben. Uhren und Schmuck seien für sie Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und kein demonstrativer Luxus. „Diese Kundschaft möchte, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt, emotional abgeholt und empathisch beraten werden. Und das an allen analogen und digitalen Touchpoints.“

Um das zu erreichen, soll die Zahl der Mitarbeiter bei Wempe weiter steigen – um knapp 100 in diesem Jahr. 2023 stieg deren Zahl weltweit bereits von 827 auf 861. Aber auch Wempe trifft der Fachkräftemangel, insbesondere im Verkauf sowie bei den Uhrmacherinnen und Uhrmachern. 73 Stellen waren Ende vergangenen Jahres unbesetzt. Mit flexiblen Arbeitszeiten, einem attraktiven Gehaltsmodell, Benefits, einer sehr hohen Ausbildungsqualität (Wempe bildet aktuell 74 Auszubildende aus), guten Aufstiegsmöglichkeiten und einer auf Wertschätzung sowie der Förderung von Diversity basierenden Unternehmenskultur steuert das Unternehmen nach eigenen Angaben gegen.

Weiteres Wachstum prognostiziert

Mittelfristig geht Wempe von einem Wachstum der Luxusgüterindustrie aus. Je nach Entwicklung der Weltwirtschaft werde der Markt für persönliche Luxusgüter bis 2030 einen jährlichen Anstieg von 3 bis 8 Prozent verzeichnen können und dann ein Gesamtvolumen von 540 bis 580 Milliarden Euro erreichen. Wempe wolle entsprechend weiter wachsen und seine Position als einer der führenden Juweliere festigen und ausbauen.

Bestehende Standorte in Berlin, Hamburg, Dresden, Nürnberg und auf Sylt sollen dafür sukzessive deutlich erweitert werden. In Berlin eröffnet noch in diesem Jahr eine Tudor Boutique am Ku‘damm. Aus Mannheim zieht sich Wempe dagegen nach 35 Jahren zurück – die Kundenfrequenz sei deutlich zurückgegangen, weil die Innenstadt insgesamt an Attraktivität eingebüßt habe, teilt das Unternehmen mit.

Neue Uhren- und Schmucklinien

Die Standorte im sächsischen Glashütte, wo Wempe eigene Armbandchronometer der Marke Wempe Glashütte I/SA fertigt, und in Schwäbisch Gmünd – mit seiner Schmuckmanufaktur unter anderem für die Produkte der Marke By Kim – werden erweitert, um mehr Fläche für die Produktion zu schaffen. Für das laufende Jahr sind mehrere Uhren- und Schmuckneuheiten geplant. Außerdem bereitet Designer Patrick Sieroslawski, seit Januar 2024 Head of Private Label Design, mit dem Wempe-Team ein Feature anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schmuckmarke By Kim im Jahr 2025 vor sowie eine erste Kollektion, die seine Handschrift tragen wird.

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