Wirtschaft

Alle News

| Wirtschaft

Starkes Wachstum für französische Uhren- und Schmuckindustrie

Frankreich

Die Uhren- und Schmuckbranche Frankreichs erreichte im Jahr 2023 neue Höhen, berichtet der Industrieverband Francéclat. Vor dem Hintergrund eines eher düsteren Wirtschaftsklimas hat die Uhren- und Schmuckindustrie zwar auch zu kämpfen. Doch der Nachholeffekt nach Corona sorgte im Jahr 2023 für neue Umsatzrekorde: Bei der Schmuckproduktion wurde die Fünf-Milliarden-Euro-Marke durchbrochen und bei den Uhren- und Schmuckexporten sogar die Zehn-Milliarden-Euro-Marke geknackt.

Die französische Uhrmacherkunst stellt einen neuen Rekord auf mit einem Umsatz von 410 Millionen Euro (+7 %), angetrieben durch Uhren (+11 %) und Komponenten (+10 %). Diese Leistung spiegelt vor allem die Dynamik der Schweizer Industrie wider, die auf Produktionskapazitäten sowie Zulieferungen des Nachbarlands setzen. Auch die Schmuckbranche setzt ihr Wachstum fort: Sei 2015 hat sich die Produktion verdreifacht. Von 2021 bis 2023 hat sich das Wachstum mit einem kumulierten Plus von 53 Prozent beschleunigt. Im vergangenen Jahr setze die französische Schmuckindustrie Waren für 5,4 Milliarden Euro ab, was ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Branche investierte in den letzten Jahren 750 Millionen in die Produktion, 2500 neue Arbeitsplätze wurden zwischen 2019 und 2023 geschaffen, was einem Plus von 27 Prozent entspricht. Vor allem kleinere Betriebe mit zehn bis 19 Mitarbeitern gibt es deutlich mehr (+35 %) als zuvor. Der Fokus der französischen Industrie liegt auf Echtschmuck (4,7 Milliarden Euro, +17 %). Der Modeschmuckbereich machte rund eine halbe Milliarde Euro Umsatz aus (+16 %). Auch Steine und Perlen (+17 % auf 67 Mio. Euro) und Sterlingsilber (+3 % auf 74 Mio. Euro) konnten zulegen. Die Importe von Schmuck und Uhren nach Frankreich stiegen um acht Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Ein Viertel davon machten Steine und Perlen aus, welche in der französischen Schmuckindustrie weiterverarbeitet wurden.  Auch die Exporte florierten 2023 mit 10,6 Milliarden Ausfuhrwert für Uhren und Schmuck (+8 %). Hauptabnehmerländer sind die Schweiz, Italien, Deutschland und Spanien, die zwei Drittel der Exporte auf sich vereinen.

Der französische Binnenmarkt für Uhren und Schmuck konnte sich im vergangenen Jahr auf hohem Niveau mit einem Plus von 300 Millionen Euro gegenüber 2022 (+6 %) auf 5,8 Milliarden Euro konsolidieren. Das sind immerhin über 60 Prozent mehr als im letzten Jahr vor Corona. Der Fachhandel, der in Frankreich für 80 Prozent der Umsätze verantwortlich zeichnet, konnte sich über ein Wachstum von fünf Prozent freuen. Besonders hoch fielen die Zuwächse für die spezialisierten Luxusuhrengeschäfte aus (+13 %). Die Zuwächse bei den Luxusgeschäften am berühmten Place Vendôme in Paris entsprachen dem Durchschnitt des Wachstums in Frankreich mit plus sechs Prozent. Im Jahr 2022 lag das Plus noch bei sagenhaften 128 Prozent. Während nicht spezialisierte Einzelhändler wie Boutiquen und Warenhäuser unterdurchschnittlich performten gab es eine Renaissance des E-Commerce: 2022 registrierte der Online-Verkauf von Schmuck und Uhren noch ein Minus von acht Prozent, 2023 gab es mit plus elf Prozent ein starkes Wachstum.

FRANCECLAT INTERNATIONAL - The path to French excellence. Watches, Jewellery, Tableware.

Anzeige
Anzeige

Zurück

| Wirtschaft

Die Angebotskommunikation in Prospekten erfährt in der aktuellen Wirtschaftslage eine gestiegene Bedeutung ...

Mehr

| Wirtschaft

Im ersten Quartal 2024 gab es drei Prozent organisches Wachstum in Relation zum Vorjahresquartal. Der Berei ...

Mehr

| Wirtschaft

Die Nachfrage nach Silber ist zuletzt stark angestiegen, schreibt Heraeus.

...

Mehr