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Richemont lehnt Übernahmeangebot von Kering ab

Fusion

Die Luxusgruppe Kering machte im Januar ein informelles Angebot zur Fusion mit dem konkurrierenden Luxuskonglomerat Richemont. Man wollte damit laut Insiderkreisen einen starken Herausforderer für die LVMH-Gruppe schaffen.

Der Übernahmevorschlag, den Kering-CEO François-Henri Pinault direkt an den Richemont-Vorsitzenden Johann Rupert unterbreitete, wurde laut informierten Quellen schnell abgelehnt. Rupert sei mit den Bedingungen nicht zufrieden und habe den Vorschlag nicht einmal dem Vorstand des Unternehmens vorgelegt. Eine Richemont-Kering-Kombination hätte eine enorme Marktbedeutung im Luxussektor. Es wäre die größte Fusion gewesen, die jemals in diesem Bereich stattgefunden hat. Die Spekulationen über eine mögliche Fusion hatten angesichts des Kaufs von Tiffany & Co. durch LVMH im Januar an Fahrt aufgenommen. Richemont ist ein wichtiger Akteur im Schmuck- und Uhrengeschäft und besitzt Cartier, Van Cleef & Arpels, IWC, Vacheron Constantin, Montblanc, Net-a-Porter und Jaeger-LeCoultre. Zu Kerings Marken gehören Gucci, Yves Saint Laurent, Bottega Veneta, Alexander McQueen, Ulysse Nardin und Girard-Perregaux. „Die Kombination der beiden Mega-Marken des weichen und des harten Luxus, Gucci und Cartier, könnte das wahrgenommene höhere Moderisiko von Kering und die Wahrnehmung von Missmanagement der kleineren Marken von Richemont in seinem Portfolio angehen", sagt die Schweizer Bank UBS in einer von Reuters zitierten Mitteilung. Der Nachrichtendienst fügte jedoch hinzu, dass "die Kombination der beiden zwar strategisch sinnvoll wäre, die Struktur des Familienbesitzes in beiden Unternehmen jedoch eine große Hürde darstelle.“ Ruperts Familien-Investmentfirma kontrolliert 51% der Stimmrechte von Richemont, während die Holdinggesellschaft der Familie Pinault, Artemis, 41% von Kering besitzt. Solange sich die Familienvorstände nicht einig werden, wird keine Fusion zustande kommen.

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