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Nicolaus und Jan Giercke

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Die allgemeine Wirtschaftslage ist ein Problem

Hier spricht der Juwelier

Nicolaus Giercke führt Juwelier Becker in Hamburg in der dritten Generation. Er baut mit seinem Sohn Jan die Independent-Marken aus.

Was treibt Sie derzeit um?
Nicolaus Giercke: Die allgemeine Wirtschaftslage ist leider nicht gut. Im mittleren und im unteren Segment spüren wir eine Kaufzurückhaltung, da die Verunsicherung momentan sehr groß ist. Auch in einer Stadt wie Hamburg merken wir, dass die Frequenz insgesamt ruhiger geworden ist. Aber zum Glück tangiert uns das nicht so sehr, denn wir kompensieren das mit höheren Bons je Kunde. Für das hochwertige Segment ist nach wie vor genug Kaufkraft vorhanden.

Sie haben auch unabhängige Uhrenmarken ins Programm aufgenommen?
Ja, wir haben Czapek und Gerald Charles unter anderem als Independents im Sortiment. Das sind stark limitierte und sehr hochwertige Uhren. Mit denen machen wir wirklich sehr erfreuliche Umsätze.

Wie erreichen Sie die Kunden für solche Uhren?
Wir machen natürlich auch kleine Events. Aber die Zielgruppe sind echte Liebhaber, die unser Angebot auf unserer Internetseite finden und dann gezielt auch aus der Ferne zu uns kommen. Hier beraten wir sie dann ausführlich und geben den Feinschliff.

Wie wirkt sich eigentlich im Schmuckbereich der hohe Goldpreis aus?

Die Konsumenten realisieren über die Medien, dass der Goldkurs momentan sehr hoch ist, und haben daher auch ein gewisses Verständnis für die hohen Preise für Goldschmuck.

Viele sind zwar erst mal überrascht, wenn sie das Etikett sehen und der Preis höher ist als gedacht. Sie kaufen aber dann das Stück zumeist trotzdem. Aber bei vielen ist das Budget auch begrenzt, die fallen als Käufer weg.

Wie wichtig ist beim Schmuck das Thema Made in Germany?
Das war bei meinen Verkaufsgesprächen nie ein Thema. Schmuck muss in erster Linie gefallen und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Und dann ist das Thema Marke wichtig.

Wie schätzen Sie die weiteren Aussichten ein?
Für den höherwertigen Bereich sehe ich weiterhin positiv in die Zukunft. Im mittleren und unteren Bereich hängt alles von der weiteren Wirtschaftsentwicklung ab. Ich denke, wenn die Zinsen sinken, könnte das einen neuen Schub beim Konsum geben. Die Aktienmärkte haben den Zinsschritt nach unten bereits eingepreist und entwickeln sich gut. Das dürfte dem hochpreisigen Segment zugutekommen.

Interview: Axel Henselder

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