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Engelsrufer-Trauringe auf einen Blick

Mario Martini von Schmuckzeit Europe und Hans-Peter Barth von der Manufaktur EGF berichten im GZ-Interview über die neue „Love Stories“-Trauringkollektion von Engelsrufer.


GZ: Wie kamen Sie auf die Idee, das Angebot der Marke Engelsrufer um eine Trauringkollektion zu erweitern?

Mario Martini: Nun, ich bin Einzelhändler. Ich habe in jedem meiner Geschäfte eine Trauringecke. Zum anderen haben wir die Marke Engelsrufer. Hier bekomme ich ständig Lizenzanfragen. Für Parfum haben wir eine vergeben. Bereits seit zwei Jahren trage ich mich mit dem Gedanken, auch Trauringe unter dem Markennamen anzubieten. Für Trauringe kommt eine Lizenzvergabe allerdings nicht infrage, weil Schmuck unsere Kernkompetenz ist. Beim Trauringgeschäft ist aber die Abwicklung sehr aufwendig. Daher haben wir einen Partner dafür gesucht. Und so kam ich mit Hans-Peter Barth von EGF in Kontakt.

Hans-Peter Barth: Ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, wie die Marke Engelsrufer und Trauringe funktionieren soll. Trauringe werden in Deutschland ja direkt von den Herstellern an den Handel vertrieben. Wenn da noch eine Handelsstufe dazwischen ist, werden die Ringe oft zu teuer. Neben der Kalkulation fehlte mir auch ein Konzept. Mir war von vornherein klar: Klassische Trauringe, wie wir sie haben, machen bei Engelsrufer keinen Sinn.

Erzählen Sie ein wenig, wie das Konzept entstand.

Martini: Unsere Vorgabe war, dass wir einen schönen Basic-Ring haben wollten, der die Geschichte von Engelsrufer weiterstrickt. Es sollte aber keinen Aufschlag für die Marke geben, sondern die Ringe sollten normal verkauft werden, alle sollten damit etwas verdienen können. Wir wollen dafür unser Händlernetz nutzen und die Geschichte zum Endkunden transportieren.

Barth: Die Aufgabe war, wie man einen echten Mehrwert bei den Ringen schafft, der zum Markenkern von Engelsrufer passt und für den die Kunden bereit sind, Geld auszugeben. Die Initialzündung dazu kam von unserer Designerin Katharina Heubach, die sich von den Klangkugeln der Engelsrufer-Schmuckstücke inspirieren ließ. Unter der Überschrift „Emo­tion ist Energie in Bewegung“ präsentierte sie Designs zu dem Thema mit der Idee, Kugeln im Inneren der Ringe kreisen zu lassen. Ihre Interpretation des Rings als Symbol für Unendlichkeit sowie den drei Kugeln im Inneren, die für Glaube, Liebe, Hoffnung stehen, be­geisterte spontan. Dafür haben wir dann ein ­pa­tentiertes Verfahren entwickelt, bei dem Kalkulation und Marge stimmen.

Wie funktioniert das genau?

Barth: Der Ring besteht aus zwei Teilen. Es gibt einen Innen- und einen Außenring. Deckungsgleich ist hier eine Rille reingefräst, in der die drei Kugeln frei laufen. Die Innenringschiene hat eine andere Goldfarbe als die Außenschiene. Wir sagen in der Fachsprache Axialring. Die beiden Ringschienen werden ineinandergeschoben, der innere Ring gedehnt und mittels Nut und Feder fest mit dem Außenring verbunden. Das ist die teuerste und aufwendigste Form der Herstellung. Mit diesem Verfahren können wir präzise auch die Weite bestimmen. Wir stellen alles her, die Ringe sind 100 Prozent made in Germany. Die Härte mit 200 bis 300 Vickers stimmt auch. Man bekommt eine tolle Qualität mit einer stimmigen Story.

Martini: Wenn Sie die Ringe ans Ohr nehmen und bewegen, dann hören Sie die Kugeln in der Rille laufen. Und man spürt es auch. Damit passt das Konzept perfekt zu Engelsrufer. So kommt zusammen, was zusammengehört: Wir sind erfahren in der Markenführung und Präsentation. Die EGF-Manufaktur ist der ideale Partner für Trauringe. Wir sind stolz darauf, zusammen mit Hans-Peter Barth und Katha­rina Heubach einen Ring entwickelt zu haben, der eine Geschichte erzählt und dabei nicht teurer ist als ein vergleichbarer Ring. Und wir denken, damit dem Handel ein gut verkäufliches Produkt anbieten zu können.

Barth: Glaube, Liebe, Hoffnung, das ist Emo­tion pur, das ist ganz großes Kino und passt perfekt zur Marken-DNA von Engelsrufer. Dank des Patents kann die Ringe keiner kopieren.

Wie gestaltet sich das Sortiment?

Martini: Wir haben 24 Ringpaare in verschiedenen Goldfarbkombinationen und mit und ohne Steinbesatz entwickelt. Der Flügel von Engelsrufer ist in jedem Ring innen graviert. Individuelle Gravuren sind darüber hinaus kein Problem. Zur Präsentation gibt es passende Etalagen, die mit den eingefrästen Engelsflügeln die Markenbotschaft verkünden.

Wie sieht die kaufmännische Seite aus?

Martini: Das Starterpaket liegt bei 890 Euro und umfasst ein Display sowie vier Etalagen mit jeweils sechs Ringpaaren – alles Dummys in Silber. Die Kalkulation liegt beim Faktor 2,4. Die Legierungen reichen von 333 über 585 bis hin zu hochwertigem 750 Gold. Das Preisspektrum geht dementsprechend von 600 Euro über 1300 bis 1800 Euro je Ringpaar.

Wie schätzen Sie das Potenzial der Ringkollektion von Engelsrufer ein?

Martini: Engelsrufer ist ein Geschenk der Liebe, da sind die Ringe die perfekte Ergänzung. Es gibt wohl kaum eine Marke, die besser zum Thema Trauringe passt als Engelsrufer. Wir werden die Kollektion auch kräftig durch Endverbraucherwerbung pushen, gehen zum Beispiel in die Hochzeitsmagazine. Überdies wird es Videoclips geben, zum Beispiel fürs Kino. Douglas hat ja bereits für Engelsrufer-Parfum einen sehr ansprechenden Spot produziert, der für echte Gänsehaut sorgt. Engelsrufer und Trauringe sind einfach eine tolle Hochzeit. Das bestätigt auch das Feedback des Fachhandels, das bislang durchweg positiv ausfällt. 

Text: Axel Henselder

Engelsrufer-Trauringe auf einen Blick

Design: Zweifarbige Ringe mit drei freilaufenden Kugeln zwischen  Innen- und Außenring Sortimentsumfang: 24 Designs in den Legierungen 333, 585 und 750 Gold Endverbraucherpreise: 600 bis 1800 Euro je Ringpaar Kalkulation: 2,4 Basispaket für den Juwelier: 1 Display, 4 Etalagen mit je sechs Ringen in Silber für 890 Euro

01 „Only you“
02 „We forever“
03 „Be mine“
04 „Only you“
05 „Always yours“

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