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Schmuckindustrie fragt weniger Gold nach

Die weltweite Nachfrage nach Goldschmuck ging im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 % auf 15,2 Mio. Unzen zurück, berichtet Heraeus.

Die Schmuckgiganten Indien und China stehen weltweit für 60 % der Nachfrage. Ihre 2,8 Milliarden Einwohner konsumieren zusammen 1.305 t Gold p.a. für Schmuck. Beide Länder verzeichneten im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichsquartal einen Rückgang der Nachfrage nach Goldschmuck. Die chinesische Nachfrage ging um 9 % auf 184 t zurück, während die indische Nachfrage mit 26 % noch stärker einbrach und auf knapp über 93 t fiel (Quelle: World Gold Council). Vor dem jüngsten Covid-Ausbruch und dem starken Anstieg des Goldpreises war die chinesische Einzelhandelsnachfrage relativ stark, insbesondere im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes am 1. Februar. Der Nachfragerückgang ist jedoch hauptsächlich auf strenge Lockdowns zurückzuführen, die im März in den wichtigsten Schmuckherstellungs- und Einkaufsstädten Shenzhen und Shanghai verhängt wurden, wodurch die Nachfrage zum Erliegen kam. In Indien ist die Nachfrage nach Goldschmuck stark preissensitiv. Dies hatte zur Folge, dass die Nachfrage zurückging als der Goldpreis von Ende Februar bis März stieg. Trotz des größten lokalen Preisabschlags seit 18 Monaten von bis zu 60 $/oz gegenüber dem internationalen Preis hielten sich die Verbraucher beim Goldkauf stark zurück und warteten auf einen Preisrückgang. Hinzu kam, dass die dritte Covid-Welle in diesem Jahr überschwappte und sich stark auf die geschäftige Hochzeitssaison auswirkte – normalerweise eine Zeit in der die Schmuckkäufe boomen. Im zweiten Quartal dürfte die indische Nachfrage einen leichten Aufschwung erfahren, da der Goldpreis seit dem Höchststand im März um etwa 6 % gefallen ist. Hindus, die Gold kaufen möchten und sich aufgrund hoher Preise zurückgehalten haben, könnten nun den Zeitpunkt für ihre Käufe nutzen da Händler im Vorfeld von Akshaya Tritiya (ein in der indischen Kultur günstiger Zeitpunkt Gold zu kaufen) am 3. Mai saisonale Rabatte anbieten. In Deutschland erholte sich hingegen die Nachfrage nach Goldschmuck um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in Europa lag das Plus bei 14 Prozent. Der Krieg in der Ukraine, der am 24. Februar begann, dürfte hier noch keine Spuren hinterlassen haben. Experten rechnen mit einer Eintrübung der Kauflaune, vor allem aufgrund der hohen Inflation und der stark steigenden Energiekosten.

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