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"Nach uns kommt nur noch der Deich"

Hier spricht der Juwelier

Jens-Uwe und Michaela Wittenburg beweisen mit ihrem Juweliergeschäft in Ellwürden, einem Stadtteil von Nordenham, dass man auch auf dem Land Potenzial für Luxusmarken hat.

Sie führen hochwertige Marken wie Schmuckwerk, Niessing, Gellner und Schaffrath. Wie funktioniert das auf dem Land?
Michaela Wittenburg: Sehr gut. Wir waren nicht immer so hochwertig, haben das Potenzial erst in den letzten Jahren entdeckt. Wir leben von der Mund-zu- Mund-Propaganda, von zufriedenen Trauringkunden, die zurückkehren, sowie auch von Touristen, die sich hier wohlgefühlt haben und gerne auch von weiter her anreisen. Zudem haben wir eine Uhrenwerkstatt – es gibt ja kaum noch Uhrmacher. Unser Einzugsbereich ist mittlerweile auf über 200 Kilometer gewachsen, es kommen Kunden aus Oldenburg, Bremen und Hamburg.

Wie werben Sie für Ihr Angebot?
Uns erreicht man nur über einen Tunnel, nach uns kommt nur noch der Deich und das Wasser. Wir haben keine typische Lauflage, übers Schaufenster gewinnen wir daher keine Kunden. Aber wir verfügen über ausreichend Parkplätze. Die meisten Kunden kommen auf Empfehlung. Zudem beteiligen wir uns an Hochzeitsmessen oder dem Eventformat „Landpartie“ mit anderen hochwertigen Teilnehmern. Natürlich füttere ich auch unseren Facebook-Auftritt und aktualisiere regelmäßig unsere Webseite und schaue, dass wir bei der Google-Suche vorne landen.

Was ist Ihrer Meinung nach besonders wichtig beim Verkauf von Hochwertigem?
Man muss gut zuhören und kompetent beraten können. Doch ohne die Geschichten, die hinter den Produkten stehen, geht es nicht. Auch unsere im Haus kreierten Kollektionen haben etwas zu erzählen. Dieses Storytelling müssen auch unsere Mitarbeiter verinnerlichen. Ich habe für sie daher ein Heft über die Besonderheiten der Marken und Kollektionen zusammengestellt. Es ist nicht nur schöner Schmuck, sondern dahinter verbergen sich spannende, individuelle Botschaften. Unsere Zielgruppe sind Menschen, die das Wertige, Besondere schätzen, die sich mit dem Schmuck einfach wohlfühlen wollen – die auch gerne die Geschichten dahinter weitererzählen und – so schließt sich der Kreis – uns damit neue Kunden ins Haus bringen.

Hält der Trend zum Hochwertigen an?
Ja, definitiv. Werte schenken, Werte erhalten, lautet das Motto. Gerade angesichts der Inflation investieren viele Menschen in schöne Dinge, die bleibende Werte verkörpern und auch morgen noch Freude schenken.

Sie führen aber auch viele eher modische Marken. Wie passt das zusammen?
Wir haben gerade aufgrund unserer Lage auf dem Land ein vielfältiges Kundenspektrum, welches wir bedienen möchten. Die Beziehung zu einem jungen Kunden beginnt oft mit einem kleinen Budget, dann kommen die Trauringe und später, nach Ausbildung oder Studium, dann die größeren Schmuckkäufe.

Interview: Axel Henselder

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