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„Die Besucherqualität stimmte“

GZ-Interview

Im GZ-Interview erläutert Stefanie Mändlein, Projektleiterin der Inhorgenta Munich, welche Faktoren bei der diesjährigen Auflage der Messe zur Trendwende geführt haben.


GZ: Wie lautet Ihre Bilanz für die diesjäh­rige Inhorgenta Munich?

Stefanie Mändlein: Die positive Resonanz der Aussteller und Händler auf die Messe hat uns gezeigt, wie sehr das gemeinsam mit der Branche erarbeitete Konzept einer neuen Inhorgenta Munich überzeugte. Die Investitionen in die Neugestaltung der Hallen A1 „Timepieces“ und B1 „Fine Jewelry“ fanden bei Ausstellern und Fachbesuchern großen Anklang. In vielen Gesprächen, die ich während der Messe führen konnte, wurden wiederholt sowohl das exklusive Ambiente als auch das praxisorientierte Rahmenprogramm gelobt. Wir bieten die Bühne für Kontakte auf höchstem Niveau, die neue Geschäftspartner und ein gutes Business mit sich bringen. Es ist ein schönes Gefühl, gemeinsam mit unseren Branchenpartnern eine erfolgreiche Messe veranstaltet zu haben.

Wo sehen Sie die Ursachen für den diesjährigen Erfolg?

Der intensive Ideenaustausch und die transparente Kommunikation mit der Branche waren gewiss „die“ elementaren Stellschrauben zu Beginn der Vorbereitungen auf die Inhorgenta Munich 2016. Es war mir von Beginn an wichtig, die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche unserer Kunden in das neue Messekonzept einfließen zu lassen. Auf dieser Basis konnten spannende neue Ideen entwickelt und nachhaltige Konzepte mit Mehrwert etabliert werden. Viele Anregungen und Wünsche unserer Kunden wurden bereits umgesetzt.

 

Die Investitionen in den neuen Auftritt der Messe waren beachtlich. Rechnet sich der Aufwand?

Für die Inhorgenta Munich haben sich die Investitionen definitiv gelohnt. Mit dem „Watch Innovation Forum“ und dem „Web Campus“ haben wir wichtige Zukunftsthemen und He­rausforderungen der Branche aufgegriffen. Aber wir zeigen auch die Lösungen dazu, um allen Branchenteilnehmern einen nachhaltigen Mehrwert zu bieten. Das ist uns sehr gut gelungen. Die exklusive Fashion- und Jewelry-Show in Halle B1 als glanzvoller Auftakt von vier erfolgreichen Messe­tagen mit einem Aufgebot an prominenten Gästen wie Nadja Auermann, Cathy Hummels oder Lena Meyer-Landrut löste eine starke internationale Medienresonanz aus. Sie lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf München und auf die ­Inhorgenta Munich – und schärfte damit deutlich das ­Profil der Messe für die Zukunft.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Auch wenn die Zahl der Aussteller von 1055 auf 940 sank – die richtigen, wichtigen Marktteilnehmer waren mit von der Partie. Die Hallen präsentierten sich in einem großzügigeren, stilvolleren Ambiente, in dem Ausstellern wie Besuchern das Arbeiten sichtlich Spaß machte. Dementsprechend sparten die Teilnehmer nicht mit Lob: „Im Vergleich zum letzten Jahr ist sehr viel passiert. Toll, dass alle Konzepte, die im Vorfeld angedacht waren, auch genauso umgesetzt wurden“, sagte Christian Schaffrath von der gleichnamigen Hanauer Diamant­schmuckmanufaktur. Martin Heinz von Jörg Heinz meinte: „Wir sind sehr erfreut, dass das neue Konzept in der B1 so hervorragend angenommen wird. Für uns als Aussteller ist dadurch eine bessere Einkaufs- und Gesprächs­atmosphäre geschaffen worden.“ Bernd Willi Ripp von Groh + Ripp bestätigte: „Was wir von vielen Seiten der Aussteller und der Kunden berichten können, ist, dass alle mit der neuen Projektleitung Stefanie Mändlein sehr zufrieden sind.“ Und Axel Fritsch von Bastian Inve­run fügte an: „Man spürt den frischen Schwung auf der Messe.“

Auf großen Zuspruch stieß auch das Rahmenprogramm. Herzstück war die vom Magazin „Magic Moments“ organisierte Jewelry Show, bei der Schmuck, Uhren und Mode auf dem Laufsteg präsentiert wurden. Zur Premiere am Messe-Freitag fanden sich rund 600 Gäste ein. Sie durften unter anderem Topmodel Nadja Auermann und Cathy Hummels, Ehefrau des Fußball-Weltmeisters Mats Hummels, dabei bewundern, wie diese die Neuheiten ausgewählter Aussteller vorführten (s. auch S. 172).

Viele Aussteller berichteten über gefühlte Frequenzsteigerungen von 10 bis 20 Prozent. Mit einer Besucherzahl von 26 000 Personen befindet sich die Messe jedoch stabil auf Vorjahresniveau. Worauf führen Sie das gefühlte Besucherplus zurück?

Für den Erfolg einer Messe ist nicht allein die Quantität der Besucher ausschlaggebend, sondern vor allem die Qualität – und genau die Qualität des Fachpublikums war dieses Jahr von entscheidender Bedeutung. Wir konnten wieder deutlich mehr Top-Juweliere für die ­Inhorgenta Munich begeistern, die dann auch in größerem Umfang geordert haben. Hilfreich war zudem die Entwicklung neuer Plattformen, welche den Unternehmen die Möglichkeit boten, sich und ihre Produkte in einem thematisch passenden Umfeld zu präsentieren. So hat beispielsweise das Konzept des „Watch Innovation Forum“ in Halle A1 die Fossil Group überzeugt, sich wieder im Rahmen der Inhorgenta Munich zu präsentieren. Ihr Informationsstand zum Thema „Smartwatches und Connected Accessories“ rief bei den Fachbesuchern enormes Interesse hervor.

 

Auch einige ehemalige Aussteller wurden auf der Messe gesichtet. Rechnen Sie mit einer Rückkehr dieser Unternehmen?

Wir konnten an den vier Messetagen viele Gespräche mit den Ausstellern führen und die Stimmung in den Hallen einfangen. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass ei­nige Unternehmen bereits ihr Interesse an einer Rückkehr auf die Inhorgenta Munich ­signalisiert haben. Mit ihnen stehen wir in engem Kontakt. Aktuelle Aussteller wie Schaffrath oder Henrich & Denzel waren sowohl mit dem neuen Ambiente der ­Halle B1 als auch mit der Qualität der Fachbesucher sehr zufrieden und planen ihre Teilnahme für das kommende Jahr.

 

Wie werden Sie diesen Erfolgskurs 2017 fortsetzen?

Wie heißt es so schön: Nach der Messe ist vor der Messe. Wir entwickeln natürlich bereits jetzt Ideen und Konzepte und arbeiten an neuen praxisorientierten und erfolgversprechenden Themen für die Inhorgenta Munich 2017. Unabdingbar bleibt der enge Kontakt zur Branche und damit verbunden der konstruk­tive Austausch mit Herstellern, Händlern und Partnern. Arbeitskreise und Expertenrunden zu Fachthemen sowie viele Besuche bei unseren nationalen und internationalen Partnern bilden eine wichtige Basis für unsere Arbeit. Gemeinsam haben wir schon viel erreicht – und wir haben noch viel vor. 


Text: Axel Henselder 

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