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Schmuckwerk präsentiert Anger-Perle

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Schmuckwerk aus Ratingen präsentiert eine Sensation: die Anger–Perle aus heimischen Fließgewässern.

Seit Jahren suchten Heike und Markus Schmidt von Schmuckwerk nach einer Alternative zur chinesischen Süßwasserperle und haben sie gefunden: Die Zuchtperle aus der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera). Die Flussperlmuschel ist eine große Süßwasser-Muschelart, die in Deutschland vom Aussterben bedroht ist. Die Verschmutzung der Gewässer und die Verdrängung der Bachforelle als Wirt der Larven sorgt seit über 100 Jahren für den extremen Rückgang der Flussperlmuschel. Seit dem 16. Jahrhunderten wurden in der Flussperlmuschel in Deutschland wunderschöne Naturperlen gefunden. Vor 300 Jahren waren Perlmuschelbänke mit mehr als tausend Tieren pro Quadratmeter bekannt und sorgten für einen regen Nachschub der gefragten Naturperlen. Heute gibt es nur noch minimale Bestände der Flussperlmuschel in wenigen Flüssen. Eine natürliche Vermehrung konnte seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen werden.
Es gibt aber mehrere Bemühungen der künstlichen Vermehrung und Wiederansiedlung. Eine davon wurde in der Anger in Ratingen durch Heike und Markus Schmidt initiiert. Die beiden Perlenliebhaber haben in Kooperation mit der Wasserbehörde und dem Naturschutz die Wiederansiedlung der Flussperlmuschel als Pilotprojekt realisiert. Die erste Ernte nach drei Jahren hat vor zwei Wochen stattgefunden und das Unternehmerpaar konnte mit Stolz die ersten 27 Perlen ernten. Die Perlen sind zwischen 2 und 4 Millimeter groß, besitzen eine zartgoldene Farbe und einen feinen Lüster. Die Flussperlen sind ohne Kern im traditionellen Verfahren durch Einsetzen eines Spenderepithels ins Mantelgewebe der Muschel gezüchtet worden.

Die 27 Perlen sind erst der Anfang. Aus ihnen sollen Unikate entstehen. Die Wiederaufforstung der Flussperlmuschel soll mit nun mit Juwelierpartner vor Ort in passenden Gewässern erfolgen: Der Juwelier als Naturschutzpartner mit der Möglichkeit, eigene Perlen in kleinen Mengen zu züchten. Auf einem Kilometer Flusslauf könnten in Zukunft 500 bis 1.000 Süßwasserperlen im Jahr gezüchtet werden. Falls Schmuckwerk 50 weitere Projekte mit Juwelierpartner und geeigneten Gewässern findet, könnten in Zukunft bis zu 50.000 Perlen im Jahr produziert werden. Das wird sicherlich kein großer kommerzieller Erfolg. Für eine lokale Umweltschutzmaßnahme mit großem PR - Wert und einer einzigartigen kleinen Perlenkollektion aber eine spannende Idee.

Weitere Informationen auf www.schmuckwerk.de >>

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