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Angst vor einem neuen Lockdown

Corona-Krise

Die vierte Corona-Welle schürt derzeit die Befürchtungen, dass es zu einem erneuten Lockdown im Dezember kommen könnte, wenn die 2G, 2Gplus und 3G-Regeln den Infektionsdruck nicht wirksam abbremsen sollten. Bereits jetzt leidet die Wirtschaft unter der erneuten Zuspitzung der Lage.

Sachsen und Teile von Bayern befinden sich bereits wieder im Lockdown. In anderen Bundesländern werden die Regeln deutlich verschärft. Führende Virologen fordern bereits einen bundesweiten Lockdown, um die Corona-Welle zu brechen. Das schürt bei Handel, Gastronomie und Dienstleistern erneut die Existenzängste. Das zarte Pflänzchen des Aufschwungs droht dahinzuwelken, bevor die Erholung auf breiter Front wirken konnte. Viele Menschen scheuen bereits jetzt den Einkaufsbummel oder Konzertbesuch, die Konsumstimmung sinkt. Forscher erwarten daher deutlich negative Effekte der neuen Coronawelle auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Zumindest im Winterhalbjahr werde die Konjunktur noch einmal „spürbar gebremst“ werden, sagte Michael Grömling vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Erwartungen müsse man noch mal deutlich zurückschrauben. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sieht gleichfalls eine große Bremswirkung der vierten Welle. „Ein dynamisches Pandemiegeschehen dürfte die wirtschaftlichen Aktivitäten einschränken, da vielerorts aus Sorge vor Ansteckung auf Konsum verzichtet wird“, sagt sie dem RND. Die verschärften Regel, wie 2Gplus, also geimpft, genesen plus negativer Test, werden die Kauflaune trüben. Bereits im Oktober hatten führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr heruntergeschraubt. Das vierte Quartal dürfte nur ein schwaches Wachstum aufweisen. Allerdings sind im Gegensatz zum Vorjahr die Geschäfte noch offen und viele Menschen ziehen die Weihnachtseinkäufe aufgrund der Lieferengpässe und aus Angst vor leeren Regalen bereits vor. Zudem hat der Einzelhandel aus den vorgehenden Lockdowns gelernt, wie er mit Lieferdiensten und Abholservice den Kontakt zu seinen Kunden hält. Daher besteht die Hoffnung, dass einhergehend mit dem Trend zur Hochwertigkeit der Uhren- und Schmuckeinzelhandel auch diesmal mit einem blauen Auge davonkommt. Gastgewerbe, Tourismus und Freizeitwirtschaft leiden jedoch bereits jetzt sehr stark unter dem Pandemie-Geschehen, Stornierungen häufen sich. Damit werden die Frequenzen in den Städten wieder nach der deutlichen Erholung über den Sommer sinken. Zudem drohen weitere Geschäftsaufgaben, die die Attraktivität der Zentren mindern.

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