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De Beers ist wieder auf dem Markt

Der Mutterkonzern Anglo American bestätigt offiziell, dass er sich von seiner Beteiligung an De Beers trennen will.

Der in London ansässige Bergbaukonzern Anglo American hat heute offiziell bestätigt, dass er sich unter anderem von seiner 85-prozentigen Beteiligung am Diamantkonzern De Beers trennen will und Verkaufsoptionen auslotet. Entsprechende Gerüchte gab es bereits seit Wochen. Anglo American ist momentan selbst Ziel eines Übernahmeversuchs: Der australische Konkurrent BHP hatte kürzlich ein Kaufangebot für den Konzern in Höhe von 39 Milliarden Dollar unterbreitet und später auf 43 Milliarden Dollar aufgestockt. Beide Offerten wurden von Anglo American aber zurückgewiesen.

Neben De Beers will Anglo American auch sein Platingeschäft sowie den Bereich Kokskohle verkaufen oder ausgliedern und sich künftig auf die Geschäftsbereiche Kupfer, Eisenerz und Pflanzennährstoffe konzentrieren. So sollen die Kosten sinken und die Gewinne wieder steigern, heißt es in der Mitteilung. Es könnte der Versuch sein, den eigenen Aktienkurs in die Höhe zu treiben, um die Übernahme uninteressant zu machen – oder aber, um die „Braut“ für die Übernahme aufzuhübschen, um so insgesamt die Erlöse zu maximieren.

Anglo American war seit 1926 Teilhaber von De Beers und hatte 2012 die Mehrheit der Anteile von der Gründerfamilie Oppenheimer übernommen. 15 Prozent befinden sich zudem im Besitz des Staates Botswana. De Beers gilt als bedeutendster Diamantkonzern der Welt und steht für rund ein Drittel der jährlichen Rohsteinförderung. Dem Vernehmen nach soll es bereits Gespräche mit Luxushäusern wie LVMH oder Richemont als auch mit Staatsfonds (vor allem aus den Golfregionen) über einen Verkauf der Anteile gegeben haben.

In einer ersten Reaktion auf die Meldung von Anglo American sagte De Beers CEO Al Cook: „Die heutige Ankündigung von Anglo American eröffnet neue Möglichkeiten unter neuen Eigentümern. Aber einige Dinge werden sich nicht ändern. Wir werden weiterhin Werte für alle unsere Interessengruppen schaffen, einschließlich unserer Partner in Botswana, Südafrika, Namibia, Kanada, Angola und anderen Ländern.“ Er kündigte an, im Laufe des Monats eine neue Strategie für De Beers vorzustellen. „Angesichts der anhaltenden Erholung der Nachfrage nach Rohdiamanten und der so positiven Aussichten für den Sektor bin ich sehr zuversichtlich für unsere Zukunft.“

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