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Dank Energiewende? Platin kratzt an 1000-Dollar-Marke

Nach zuletzt schwankenden Wochen mit 950 Dollar pro Feinunze nimmt Platin nun wieder die 1000-Dollar-Schallmauer ins Visier, schreibt Heraeus.

Das liege vor allem an der Seltenheit des Edelmetalls (kommt etwa 30-mal seltener in der Erdkruste vor al Gold) und an seinem Potenzial als „Metall der Zukunft“. Denn, so die Experten von Heraeus, vor allem in der Energiewende dürfte Platin einen Nachfrageschub erfahren. „Die zunehmende Stromerzeugung aus grünem Wasserstoff etwa sorgt für einen steigenden Bedarf, da Platin in sogenannten Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren zum Einsatz kommt. Im vergangenen Jahr machte diese Art der Elektrolyseure 32 Prozent aller weltweiten Elektrolyseanlagen aus“, heißt es im aktuellen Heraeus Marktbericht.

Heraeus beruft sich auf den World Platinum Investment Council (WPIC), der wiederum annimmt: Immer mehr Staaten werden die Wasserstoffproduktion mit Steuererleichterungen und Subventionen in Milliardenhöhe subventionieren – und damit die Nachfrage zusätzlich beflügeln. Prognosen zufolge könnten Wasserstoffhersteller bis 2030 zehn bis 15 Prozent des weltweit geförderten Platins benötigen.

Auch in der Automobilindustrie werde der Bedarf künftig weiter hoch bleiben, denn Verbrenner werden vermutlich länger bleiben als bislang erwartet. Nach Beobachtungen des WPIC habe sich der Boom bei Elektrofahrzeugen verlangsamt – zugunsten von Fahrzeugen mit Dieselmotoren, deren Katalysatoren traditionell mit Platin „laufen“. Allein im ersten Quartal dieses Jahres hat der Automobilsektor mit 832.000 Unzen so viel Platin nachgefragt wie seit 2017 nicht mehr, schreibt Heraeus.

Steigender Bedarf und stagnierendes Angebot

Der zunehmende Bedarf treffe auf ein Angebot, das schon in den vergangenen Jahren von einem markanten Defizit geprägt war und auch künftig knapp bleiben dürfte. Südafrika etwa, das für rund 70 Prozent der weltweiten Produktion steht, rechnet laut Heraeus mit Blick auf die hohen Energiepreise mit einem verringerten Minenangebot. Auch in Russland, dem zweitgrößten Platinförderer, dürfte der Output angesichts der Sanktionen um weitere zehn Prozent auf das tiefste Niveau seit Jahrzehnten zurückgehen. Vor diesem Hintergrund könnte das Minenangebot gegenüber dem vergangenen Jahr zurückgehen – und zwar um voraussichtlich rund drei Prozent.

https://www.heraeus-gold.de

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