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Wohlmannstätter hoch vier: Markus und Anna mit ihren Söhnen Michael und Sebastian (v .r.)

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Was nicht am Lager ist, wird nicht verkauft

Hier spricht der Juwelier

Familie Wohlmannstetter führt zwei Juweliergeschäfte im oberbayrischen Burghausen. In dem vornehmlich ländlichen Einzugsgebiet erwarten die Kunden von ihrem Juwelier ein breites und sofort verfügbares Schmucksortiment.

Gerade kämpfen viele Juweliere um ihre Stammkunden. Wie sieht das hier bei Ihnen in Burghausen aus?
Anna Wohlmannstetter: Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden. Wir haben eine große Zahl an treuen Stammkunden, deren Familien uns seit der Eröffnung des Geschäftes in den 60er-Jahren begleiten. Unsere Ansprache und Ausrichtung ist daher auch sehr familiär. Es kommen aber auch viele Auswärtige hierher, vor allem aus Österreich und dem Umland, denn Burghausen mit seinen 20 000 Einwohnern ist im Umkreis die größte Stadt. Ein weiterer Vorteil unseres Standortes sind einige große Firmen wie etwa Wacker Chemie, die hier ihren Hauptsitz haben.

Hat sich in Struktur und Wünschen der Kunden etwas geändert?
Michael Wohlmannstetter: Natürlich merken wir hier einen Wandel! Es kommen auch bei uns immer mehr Kunden, die gerade bei den Uhren nach einem ganz bestimmten Modell suchen. Ein gutes Beispiel ist hier die „Tiffany“ von Tissot und natürlich alle limitierten Auflagen von Casio. Man muss generell heute sehr viel mehr am Lager haben als noch vor wenigen Jahren. Die Kunden wollen es sehen, anprobieren und dann gleich mitnehmen. Man bekommt von den meisten Kunden keine zweite Chance, dann wird lieber online bestellt!

Gibt es bestimmte Produkte, die im Moment sehr viel nachgefragt werden?
Michael Wohlmannstetter: Wir beobachten eine extrem starke Nachfrage nach Verlobungsringen. Meistens wird nach Solitärringen gefragt, aber auch Ringe mit Seitenbesatz sind sehr beliebt – und klassische „Krönchen“. Eine starke Marke ist momentan auch Tissot, die liegen mit ihren farbigen Zifferblättern voll im Trend und machen gute Werbung, die beiden Kunden im Kopf bleibt. Ein absoluter Dauerrenner bei uns ist der Schmuck von Bernd Wolf, der sich mit seinem Design von anderen Marken abhebt.

Sie haben gerade die Lizenz für Fope verloren. Was macht das mit Ihnen?
Anna Wohlmannstetter: Wir haben natürlich in keinster Weise damit gerechnet, diese Marke zu verlieren, denn wir führen sie seit etlichen Jahren. Es ist klar, dass wir mit unserem Umsatz nicht mit Großstadtlagen mithalten können, doch wird es uns fehlen, da es auch in einer kleinen Stadt wie Burghausen eine Nachfrage gibt und auch absolute Fans der „Flex it“-Kollektionen.

Wie stellen Sie sich für die Zukunft auf?
Anna Wohlmannstetter: Wir werden im kommenden Jahr umbauen und aus dem zweiten Geschäft eine schöne Trauring- Lounge machen, ergänzt von ein paar Schmuckmarken. Als Werbung verschicken wir seit Jahren sehr erfolgreich unseren Katalog vor Weihnachten, der für uns das wichtigste Marketinginstrument ist und aus dem wirklich abverkauft wird. Das ist für uns wesentlich besser als jede Onlinewerbung.

Interview: Caroline Schiedt

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