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„Über 100.000 Hochzeiten werden 2022 nachgeholt“

Hochzeiten

In der GZ Plus im Januar wird der Trauringmarkt umfassend analysiert, die Trends vorgestellt und die Neuheiten der Hersteller präsentiert. Hans-Peter Barth, Unternehmensberater von Barth²foryou, berichtet über die Aussichten für 2022.

GZ: Wie sind die Aussichten für den Trauringmarkt 2022?

Hans-Peter Barth: Ich erwarte einen Boom. 2020 sanken die verkauften Trauringe stückzahlmäßig um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Umsätze blieben aufgrund der gestiegenen Goldpreise etwa gleich. 2021 gaben die Stückzahlen und Umsätze noch mal um 15 bis 20 Prozent nach. Ab 2022 wird sich der Rückstau, den ich auf 100.000 Hochzeiten schätze, auflösen. Hinzu kommt der Trend zum Cocooning. Partnerschaft wird als Wert wieder geschätzt. Es gibt 22 Millionen Singles in Deutschland, das Potenzial ist enorm. Ich bin überzeugt, dass wir auf etwa 450.000 Hochzeiten jährlich zusteuern. Das bedeutet ein Wachstum auf dem Trauringmarkt von 30 Prozent und mehr. Auch im Export steckt noch viel Musik für die Branche, vor allem beim Thema Customization.

GZ: Wie stellt sich die Situation für den Trauringjuwelier dar?

HPB: Goldschmiede und Juweliere profitieren von den Trends zu Nachhaltigkeit, Hochwertigkeit und Individualität. Hinzu kommt das Geschäft mit Verlobungs- und Vorsteckringen, die für 80 Prozent der Paare dazu gehören. Gute, hochwertige Juweliere, die die Verbindung zu ihren Kunden auch während der Lockdowns niemals haben abreißen lassen, gehören zu den Gewinnern der Krise.

GZ: Hat Corona die Digitalisierung in dem Segment vorangetrieben?

HPB: Ja, sicher, denn noch nie war ein ordentlicher Ebit so wichtig wie heute, um Durststrecken überstehen zu können. Daher haben viele Firmen in die Digitalisierung ihrer Fertigungsprozesse investiert, was bereits 20 bis 30 Prozent Effizienzgewinne und damit niedrigere Kosten bringt. Die große Herausforderung ist nun, die Informationsströme der Auftragsbearbeitung zwischen den Teilnehmern der Wertschöpfungskette bis hin zum Endkunden zu digitalisieren. Hier sind meiner Erfahrung nach noch mal 50 bis 80 Prozent Effizienzgewinne möglich, wenn man es konsequent macht. Dies in einem wachsenden Markt tun zu können, ist eine einmalige Chance.

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